Smappee – Die Installation

Heute war es dann endlich so weit: DHL Express hat mir Smappee nach Hause geliefert. Nach der Arbeit wurde es dann schnell ausgepackt, installiert und genutzt. Zumindest war das mein Plan…
Letztendlich hat die Installation gute zwei Stunden in Anspruch genommen, da ich mit diversen Problemen konfrontiert wurde. Die eigentliche Installation der Klemmen an den stromführenden Kabeln im Verteilerkasten war sehr schnell erledigt. Kurz den Hauptschalter umgelegt, die drei Klemmen angelegt, die Kabel aus dem Sicherungskasten raus geführt und an den Smappee Monitor (den „Hauptkasten“) angeschlossen.

Es gibt drei Möglichkeiten, den Smappee Monitor in das eigene WLAN zu bringen:
1) Per WPS
2) Per eigenem Konfig WLAN
3) Per Tonfolge

Option 3 ist für mein technisch verspieltes Herz die interessanteste Option. Hierbei werden in der Smappee App die WLAN Daten hinterlegt und diese werden anschließend per Tonfolge auf den Smappee Monitor übertragen. Das ganze sieht dann wie folgt aus:

Diese Methode hat bei mir (vorerst) nicht funktioniert. Also habe ich es mit Option 3 probiert. Hier erstellt der Smappee Monitor ein eigenes WLAN, in welches man sich verbindet und dann innerhalb der App die eigenen WLAN Daten konfigurieren kann. Der Smappee Monitor hat mein WLAN auch einwandfrei gefunden. Eventuell hätte mir die rote Hinterlegung des WLAN Symbols innerhalb der App etwas sagen sollen. Jedenfalls sind all meine Versuche gescheitert, den Smappee Monitor in mein WLAN einzubinden. Wie sich letztendlich gezeigt hat, war das WLAN Signal zu schwach. Da ich noch einen Repeater rumliegen hatte, liess sich dieses Problem schnell lösen. Nun funktionierte auch die Methode 3 mit den Tönen einwandfrei und der Monitor war somit in meinem WLAN.

Nahezu sofort wurde mir ein aktueller Stromverbrauch angezeigt. Also erstmal ab in die Küche und eine Kochplatte eingeschaltet. Siehe da, der angezeigte Verbrauch in der App steigt sofort an. Also noch mal den Herd eingeschaltet und schon 1000 Watt weniger. Moment, weniger? Tatsächlich. Sobald ich den Herd eingeschaltet habe, ist der Verbrauch angeblich um 1000 Watt gesunken. Also entweder spinnt die App, oder ich habe gerade die ultimative Möglichkeit zur Energieeinsparung gefunden und schalte den Herd nie wieder aus. Der erste Verdacht war, dass ich die Klemmen (zumindest eine) versehentlich falsch rum angebaut habe. Denn man muss bei der Montage darauf achten, dass ein aufgedruckter Pfeil in Stromrichtung zeigt, also Richtung Sicherungen. Jedoch ließ sich kein Fehler erkennen. Daher wollte ich einen neuen Test starten, bekam aber nun gar keine Werte mehr in der App angezeigt. Also ab in den Keller und siehe da: Statt grünes pulsierendes Leuchten (welches einwandfreie Funktion symbolisiert), zeigte der Smappee Monitor durchgehendes blaues Leuchten (welches einen Fehler symbolisiert).

Nach einem Neustart lief das ganze wieder und nun zeigte auch der Herd (leider 🙂 ) richtige Werte an. Aber nach einigen Minuten waren die Werte in der App wieder verschwunden und das blaue durchgehende Leuchten wieder da.
Der Frustpegel war nun schon recht nah am zurücksenden. Aber einen kompletten Reset inklusive Neueinrichtung wollte ich dem System noch zugestehen. Zum Glück! Denn nach diesem Reset läuft das System bisher einwandfrei. Hier einmal ein Beispiel aus der Küche:

Die Genauigkeit des ganzen Systems ist bisher recht erstaunlich. Unser Lichtschalter in der Küche schaltet zwei Lampen. Eine davon enthält eine klassische 75 Watt Glühbirne. Diese habe ich einmal raus gedreht und fast augenblicklich zeigte die App eine Reduzierung des aktuellen Verbrauchs um 74 Watt an.
Generell macht es mir momentan unheimlich Spaß, den aktuellen Verbrauch zu beobachten und einzelne Geräte zum testen ein- und auszuschalten. Der Spieltrieb wird vollumfänglich befriedigt. Scheinbar habe ich bei der Einrichtung gerade im Bezug auf das schwache WLAN im Keller einfach Pech gehabt. Ein Kollege, der mir Smappee empfohlen hatte und es selbst auch nutzt, hatte das ganze System in in paar Minuten problemfrei eingerichtet.

Noch zeigt das System keine erkannten Geräte an, so dass ich noch keine Einzelverbräuche  auswerten kann. Dies ist aber ganz normal. Es soll einige Tage dauern, bis Smappee an Hand der individuellen „Stromsignaturen“ einzelne Geräte erkennen kann. Ich werde hier natürlich darüber berichten.

Als kleines Manko könnte man die Übersetzung der App nennen. Hier passen einige deutsche Begriffe nicht in die dafür vorgesehenen Felder und werden abgeschnitten. Teilweise lässt sich dadurch der Sinn der Schalter nicht richtig erkennen. (Siehe Galerie)

 

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