Das Badezimmer, das eigentlich ein Büro ist

Smappee erkennt weiterhin fleissig Geräte. Mittlerweile sind es elf, von denen ich drei mit Sicherheit zuordnen konnte und zwei noch mit Fragezeichen. Mit Sicherheit bedeutet hier, dass ich zum Beispiel im Badezimmer die Deckenlampe einschalte, und in der Smappee App live sehe, dass das Gerät, welches als ID 5 erkannt wurde, gerade den Energieverbrauch um 168 Watt erhöht hat. Also kann ich die ID 5 guten Gewissens in „Badezimmer“ umbenennen. Dachte ich…

Denn leider hat sich danach gezeigt, dass nun meine Büro Deckenlampe ebenfalls als „Badezimmer“ erkannt wird. Dies bedeutet, dass ich, wenn ich zuerst die Lampe im Badezimmer einschalte und dann die Lampe im Büro, zwei „EIN“ Events für „Badezimmer“ in der App habe. Selbiges beim ausschalten:

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Beide Räume haben unterschiedliche Lampen. Beide sind bestückt mit G10 Spots. Eine Lampe verbraucht laut Screenshot 165 Watt, die andere 170. Smappee erkennt diese wie gesagt leider als die selbe Lampe.
Das gleiche Problem habe ich mit dem Kinderzimmer und dem Gästebad. Auch hier lässt sich in der App nicht unterscheiden, welcher Raum gerade eingeschaltet wurde. Beide werden als „Gästebad“ erkannt. Dies mag nun nicht wie ein großes Problem klingen. Aber gerade die Möglichkeit, in den Ereignissen genau sehen zu können, welche Lampen in welchen Räumen gerade ein, bzw. ausgeschaltet wurden, ist ein Feature, welches ich gern nutzen würde. Daher habe ich auch einmal ein Supportticket beim Hersteller auf gemacht. Mal sehen, ob sich hier noch etwas optimieren lässt.

Smappee findet die ersten Geräte

Heute war es so weit: Nach dem Aufstehen hatte Smappee die ersten Geräte gefunden:

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Wie man sieht, erkennt Smappee die Geräte erst einmal als unbekannte Geräte und nummeriert diese durch. Nun kann man in die Ereignisse rein schauen und (im Bestfall) ableiten, um welches Gerät es sich handelt. Bei dem ersten Screenshot habe ich auf Grund der ständigen Ein- und Ausschaltzeiten gestern zwischen 19.20 und 19.51 Uhr (Screenshot 2) darauf geschlossen, dass es sich um den Ofen handeln muss. Denn dieser ist genau in der besagten Zeit gelaufen und hat zwischenzeitlich beim erreichen der Temperatur immer wieder einmal zumindest die Heizstäbe abgeschaltet.
Heute habe ich dann die Gegenprobe gemacht und den Ofen wieder eingeschaltet. Entgegen meinen Erwartungen konnte ich dieses Einschalten nicht in der Ereignisliste des Ofens innerhalb der App erkennen. Dies gilt es die nächsten Tage zu beobachten.

Die anderen zwei Geräte kann ich bisher nicht zuordnen. Allerdings gehe ich an Hand der Schaltzeiten (teilweise mitten in der Nacht) davon aus, dass es sich um Komponenten unserer Heizung handelt, wie zum Beispiel Wärmepumpen. Dies sollten die einzigen Geräte sein, die sich permanent Mitten in der Nacht einschalten. Zudem passen die Hauptschaltzeiten einigermaßen in den Zeitplan unserer Heizungsanlage, da tagsüber keine Einschaltphasen aufgezeichnet wurden.

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Heute Mittag gegen 12 hatte ich plötzlich keine Werte mehr in der App. Es musste also etwas mit dem Smappee Monitor sein. Da ich zu dieser Zeit auf der Arbeit war, konnte ich nicht direkt nachschauen, war mir aber sicher, dass der Smappee Monitor wieder abgestürzt ist und dauerhaft blaues Leuchten zeigt. Ziemlich verärgert und enttäuscht über die wackelige Stabilität wandte ich mich per Email an der Hersteller. Dieser antwortete freundlich innerhalb von 10 Minuten und fragte nach der Seriennummer des Smappee Monitors um sich der Sache annehmen zu können. Natürlich hatte ich die Seriennummer nicht dabei. Zum Glück! Denn wie sich zu Hause gezeigt hat, kam unsere Putzfrau auf die lustige Idee, den Repeater im Keller aus der Steckdose zu ziehen. Ohne Netz kann Smappee natürlich auch nicht zur App funken. Dies signalisierte der Monitor auch durch rotes blinken. Nachdem der Repeater wieder in der Steckdose seinen Dienst verrichtete, hat auch Smappee wieder Daten übermittelt. Dank der eingebauten Cache-Funktion sind keine Messdaten verloren gegangen. So konnte ich immerhin einmal den Erstkontakt mit dem Kundensupport testen und mich gleich für meine vorschnelle „Verurteilung“ entschuldigen.

 

Smappee – Die Installation

Heute war es dann endlich so weit: DHL Express hat mir Smappee nach Hause geliefert. Nach der Arbeit wurde es dann schnell ausgepackt, installiert und genutzt. Zumindest war das mein Plan…
Letztendlich hat die Installation gute zwei Stunden in Anspruch genommen, da ich mit diversen Problemen konfrontiert wurde. Die eigentliche Installation der Klemmen an den stromführenden Kabeln im Verteilerkasten war sehr schnell erledigt. Kurz den Hauptschalter umgelegt, die drei Klemmen angelegt, die Kabel aus dem Sicherungskasten raus geführt und an den Smappee Monitor (den „Hauptkasten“) angeschlossen.

Es gibt drei Möglichkeiten, den Smappee Monitor in das eigene WLAN zu bringen:
1) Per WPS
2) Per eigenem Konfig WLAN
3) Per Tonfolge

Option 3 ist für mein technisch verspieltes Herz die interessanteste Option. Hierbei werden in der Smappee App die WLAN Daten hinterlegt und diese werden anschließend per Tonfolge auf den Smappee Monitor übertragen. Das ganze sieht dann wie folgt aus:

Diese Methode hat bei mir (vorerst) nicht funktioniert. Also habe ich es mit Option 3 probiert. Hier erstellt der Smappee Monitor ein eigenes WLAN, in welches man sich verbindet und dann innerhalb der App die eigenen WLAN Daten konfigurieren kann. Der Smappee Monitor hat mein WLAN auch einwandfrei gefunden. Eventuell hätte mir die rote Hinterlegung des WLAN Symbols innerhalb der App etwas sagen sollen. Jedenfalls sind all meine Versuche gescheitert, den Smappee Monitor in mein WLAN einzubinden. Wie sich letztendlich gezeigt hat, war das WLAN Signal zu schwach. Da ich noch einen Repeater rumliegen hatte, liess sich dieses Problem schnell lösen. Nun funktionierte auch die Methode 3 mit den Tönen einwandfrei und der Monitor war somit in meinem WLAN.

Nahezu sofort wurde mir ein aktueller Stromverbrauch angezeigt. Also erstmal ab in die Küche und eine Kochplatte eingeschaltet. Siehe da, der angezeigte Verbrauch in der App steigt sofort an. Also noch mal den Herd eingeschaltet und schon 1000 Watt weniger. Moment, weniger? Tatsächlich. Sobald ich den Herd eingeschaltet habe, ist der Verbrauch angeblich um 1000 Watt gesunken. Also entweder spinnt die App, oder ich habe gerade die ultimative Möglichkeit zur Energieeinsparung gefunden und schalte den Herd nie wieder aus. Der erste Verdacht war, dass ich die Klemmen (zumindest eine) versehentlich falsch rum angebaut habe. Denn man muss bei der Montage darauf achten, dass ein aufgedruckter Pfeil in Stromrichtung zeigt, also Richtung Sicherungen. Jedoch ließ sich kein Fehler erkennen. Daher wollte ich einen neuen Test starten, bekam aber nun gar keine Werte mehr in der App angezeigt. Also ab in den Keller und siehe da: Statt grünes pulsierendes Leuchten (welches einwandfreie Funktion symbolisiert), zeigte der Smappee Monitor durchgehendes blaues Leuchten (welches einen Fehler symbolisiert).

Nach einem Neustart lief das ganze wieder und nun zeigte auch der Herd (leider 🙂 ) richtige Werte an. Aber nach einigen Minuten waren die Werte in der App wieder verschwunden und das blaue durchgehende Leuchten wieder da.
Der Frustpegel war nun schon recht nah am zurücksenden. Aber einen kompletten Reset inklusive Neueinrichtung wollte ich dem System noch zugestehen. Zum Glück! Denn nach diesem Reset läuft das System bisher einwandfrei. Hier einmal ein Beispiel aus der Küche:

Die Genauigkeit des ganzen Systems ist bisher recht erstaunlich. Unser Lichtschalter in der Küche schaltet zwei Lampen. Eine davon enthält eine klassische 75 Watt Glühbirne. Diese habe ich einmal raus gedreht und fast augenblicklich zeigte die App eine Reduzierung des aktuellen Verbrauchs um 74 Watt an.
Generell macht es mir momentan unheimlich Spaß, den aktuellen Verbrauch zu beobachten und einzelne Geräte zum testen ein- und auszuschalten. Der Spieltrieb wird vollumfänglich befriedigt. Scheinbar habe ich bei der Einrichtung gerade im Bezug auf das schwache WLAN im Keller einfach Pech gehabt. Ein Kollege, der mir Smappee empfohlen hatte und es selbst auch nutzt, hatte das ganze System in in paar Minuten problemfrei eingerichtet.

Noch zeigt das System keine erkannten Geräte an, so dass ich noch keine Einzelverbräuche  auswerten kann. Dies ist aber ganz normal. Es soll einige Tage dauern, bis Smappee an Hand der individuellen „Stromsignaturen“ einzelne Geräte erkennen kann. Ich werde hier natürlich darüber berichten.

Als kleines Manko könnte man die Übersetzung der App nennen. Hier passen einige deutsche Begriffe nicht in die dafür vorgesehenen Felder und werden abgeschnitten. Teilweise lässt sich dadurch der Sinn der Schalter nicht richtig erkennen. (Siehe Galerie)

 

Smappee – Die Bestellung

Juhu, noch ein Blog, welches sich um technische Spielereien kümmert. Aber keine Angst, ich habe gar nicht vor, hier häufig zu schreiben.
Jedoch ist mir aufgefallen, dass es zu einigen technischen Spielereien, für die ich mich interessieren, zwar hier und dort einen Testbericht gibt, diese sich aber meistens auf das erste auspacken und anschließen bzw. installieren beschränken.
Daher möchte ich in diesem Blog etwas weiter gehen und auch die Erfahrungen der ersten Tage, Wochen und eventuell auch des ersten Monats schildern. Wie schlägt sich das Goodie im Live-Betrieb? Wie oft nutzt man es noch nach einer Woche? Würde ich es wieder kaufen?

Konkret geht es in meinem ersten Posting um Smappee.
Smappee ist im Grunde ein intelligenter Stromzähler, der direkt vor den Sicherungskasten geklemmt wird und den Stromfluss misst. Dies geschieht auf einer für mich recht faszinierenden Art und Weise: Um die Stromkabel wird eine Klemme (bzw. smappeedrei Klemmen bei drei Phasen) gelegt, welche induktiv den Stromverbrauch messen. Und nicht nur das: Durch (mehr oder weniger) eindeutige Spannungssignaturen erkennt Smappee auch die einzelnen Geräte. So kann man genau runter brechen, welches Gerät wie viel Strom verbraucht und wann es ein- und ausgeschaltet wurde. Die Auswertung dieser Daten erfolgt per App (Andoid oder iOS).
Das ganze hat aus meiner Sicht einen ziemlichen Haken: Es kostet 199 €. Nicht wirklich günstig. Angeblich soll sich der Preis nach zwei Jahren durch Einsparungen beim Stromverbrauch amortisiert haben. Dies sehe ich jedoch erstmal nicht. Denn nur, weil ich weiß, dass zum Beispiel mein Fernseher im Jahr x kW/h Strom verbraucht, werde ich ja nicht absichtlich weniger schauen. Das Beispiel hinkt etwas, sollte aber verdeutlichen, worauf ich hinaus möchte.

Dennoch finde ich die ganze Sache technisch so interessant, dass ich sie bestellen musste. Smappee kann man entweder direkt beim Hersteller oder auch bei Apple online bestellen. Da man bei Apple die Versandkosten spart, habe ich dort bestellt. Allerdings hat mich dann doch die Ungeduld gepackt und ich habe mich für 11 Euro für den Expressversand entschieden. Dafür soll Smappee morgen eintreffen. Ich werde also bald neues zu berichten haben…